Tageswoche: «Ich habe nichts dafür geleistet, dass ich in der Schweiz geboren wurde»

Irgendwann wird man realisieren, dass man in der heutigen Migrationspolitik einen grundlegenden Fehler macht.
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Die Fehlvorstellung, dass man es bei der Migration mit einem illegalen Verhalten zu tun hat. Man wird zurückkehren zum Grundsatz, dass der Mensch ein Recht darauf hat zu migrieren, ein Recht auf Bewegungsfreiheit. Nicht allein aus Idealismus, sondern weil die ganze Abschreckungspolitik und Bürokratisierung die Situation erst eskalieren lässt. Die echten und vermeintlichen Probleme, die wir heute haben, Einheimische, die in hysterische Panik geraten, die Volkshetze, Flüchtlinge, die elendiglich sterben, mafiöse Schlepperbanden, sind durch die repressive Bürokratisierung der Migration entstanden. Ein Phänomen, das ganz natürlich ist und in einer modernen Rechtsordnung ohnehin stattfindet. Die Hoffnung auf Freiheit und Frieden und das Streben nach dem eigenen Glück sind letztlich immer stärker als Verbote, ja selbst stärker als die Angst vor dem Tod. Man wird auch erkennen, dass sich höchstens ausgeprägt totalitäre Regimes von Flüchtlingen und Migranten abschotten können. Das stellt uns vor die Wahl, selber ein totalitäres System zu installieren und damit auch unsere eigenen Freiheiten zu opfern, oder damit aufzuhören

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